ppm (im Qualitätsmanagement)

Die Abkürzung ppm steht für "parts per million" (deutsch "Teile von einer Million") und wird für den millionsten Teil einer Einheit gesehen.

Im Qualitätsmanagement werden damit in der Regel Fehlerraten, bzw. Ausfallhäufigkeiten wiedergegeben.

 

Berechnung

In produzierenden Unternehmen lässt sich durch eine ausgewählte Prüfmenge der ppm-Wert rechnerisch ermitteln:

Testgröße: 3.000 Einheiten

Defekte Einheiten: 1 Einheit

ppm-Wert: 333,33

Rechenweg: 1 defekte Einheit / 3.000 geprüfte Einheiten * 1.000.000 = 333,33

 

Basierend auf dieser Prüfung ist also davon auszugehen, dass bei einer Millionen produzierten Einheiten 333,33 davon defekt sein werden.

 

Umrechnung Prozent in PPM

1% = 10.000

0,1% = 1.000

0,01% = 100

Wie aus diesen aufgeführten Beispielen deutlich hervorgeht, lässt sich der ppm-Wert rechnerisch aus dem prozentualen Wert errechnen, in dem man diesen mit 10.000 multipliziert.

 

Forderungen von Kunden

Teileweise (und besonders in sicherheitsrelevanten Bereichen wie der Luftfahrtindustrie oder dem Automobilbau) werden den Kunden durchaus die unrealistische ppm-Vorgabe von 0 gemacht. Dass dies unrealistisch ist liegt auf der Hand und hat eher rechtliche Gründe. Denn wenn ein Kunde einem Lieferanten einen parts per million-Wert von über 0 eingesteht, dann nimmt er damit einen Anteil von fehlerhaften Artikel in Kauf und somit eine Gefährdung seiner Kunden durch die verbauten fehlerhaften Einheiten.

In weniger sicherheitsrelevanten Bereichen, wie zum Beispiel der Unterhaltungselektronik, wird den Lieferanten ein deutlich höherer Wert von zum Beispiel 1.000(*) zugestanden, sprich von 1.000 gelieferten Einheiten darf eine fehlerhaft sein. Dies bedeutet allerdings im Umkehrschluss nicht, dass von den fertiggestellten Geräten in der Unterhaltungselektronik dann nur jedes tausendste nicht funktionstüchtig ist.

 

 

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* = Angabe der Beispielzahl aus Wikipedia entnommen