ISO 9001 Inhalt

Sie sind zum ersten Mal mit der ISO 9001 konfrontiert oder möchten sich aus anderen Gründen einen groben Überblick über die Inhalte der ISO 9001 verschaffen?

Mit diesem Beitrag geben wir Ihnen einen groben Überblick über die Inhalte der ISO 9001 sowie den strukturellen Aufbau der Norm. Aufgrund des Umfanges der ISO 9001 erhebt dieser Beitrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zeigt aber die wesentlichen Inhalte auf.

 

Prozessorientierter Ansatz

Die ISO 9001 fordert den prozessorientierten Ansatz mit dem Ziel, die Kundenzufriedenheit durch die Erfüllung der Kundenanforderungen zu erhöhen. Dieser prozessorientierte Ansatz ermöglicht es Unternehmen, ihre unternehmensinternen (sowie ausgelagerte) Prozesse und deren Wechselwirkungen zu planen und zu steuern.

PDCA-Modell

Über das PDCA-Modell wird sichergestellt, dass Möglichkeiten zur Verbesserung gesucht und umgesetzt werden:

  • P – Plan
  • D – Do
  • C – Check
  • A – Act

Kurz gesagt, werden in der Plan-Phase Verbesserungsmöglichkeiten geplant, die während der Do-Phase umgesetzt werden. In der Check-Phase werden die Ergebnisse der Do-Phase ausgewertet. Bei einem positiven Ergebnis wird die Vorgehensweise standardisiert und/oder danach in die nächste Plan-Phase gegangen. Der Kreislauf der kontinuierlichen Verbesserung.

Risikobasiertes Denken

Das risikobasierten Denken findet sich erstmalig direkt in den Inhalten der ISO 9001.

Dabei wird gefordert, dass potentielle Chancen und Risiken ermittelt werden und Maßnahmen eingeleitet bzw. umgesetzt werden, um Chancen wahrzunehmen oder Risiken zu minimieren bzw. eliminieren. Die Wirksamkeit der Maßnahmen muss bewertet werden.

Es wird nicht explizit ein Risikomanagementsystem gefordert, sondern ausschließlich das risikobasierte Denken.

Normkapitel der ISO 9001:2015

  1. Anwendungsbereich
  2. Normative Verweisungen
  3. Begriffe
  4. Kontext der Organisation
  5. Führung
  6. Planung
  7. Unterstützung
  8. Betrieb
  9. Bewertung der Leistung
  10. Verbesserung

Auf die einzelnen Normkapitel einzugehen, würde an dieser Stelle zu weit führen. Allerdings sind die einzelnen Normkapitel mit Links hinterlegt. Darüber gelangen Sie dann zu den einzelnen Unterseiten, auf denen auf die Inhalte der einzelnen Kapitel detaillierter eingegangen wird. Die Kapitel 1. Anwendungsbereich, 2. Normative Verweisungen und 3. Begriffe sind nicht verlinkt, da in diesen Kapiteln der ISO 9001 keine Forderungen gestellt werden.

Wichtig an dieser Stelle ist allerdings zu erwähnen, dass die ISO 9001 zwar eine Vielzahl an verschiedenen Forderungen stellt. Allerdings fordert sie immer nur, dass bestimmte Dinge getan werden müssen – sie fordert allerdings nie, wie diese Dinge getan werden müssen.

Als elementares Beispiel nehmen wir dafür die Prozessbeschreibungen bzw. -anweisungen. Die ISO 9001:2015 fordert, das Unternehmen „muss die Prozesse bestimmen“ und „deren Anwendung innerhalb der Organisation festlegen“. Damit handelt es sich um eine deutliche Anforderung, dass es (wie auch immer geartete) Prozessvorgaben geben muss. Allerdings ist den Unternehmen dabei völlig freigestellt, ob sie diese zum Beispiel als Flowchart, Turtle-Diagramm oder Fließtext beschreibt.

Nicht mehr Inhalt der ISO 9001:2015

Folgende 3 Punkte sind (anders als bei der Vorgängerversion) nicht mehr Inhalt der ISO 9001:

  1. Es wird kein Beauftragter der obersten Leitung mehr gefordert. Der umgangssprachliche Qualitätsmanagementbeauftragte wird nicht mehr von der ISO 9001:2015 gefordert – dafür soll die oberste Leitung mehr Verantwortung für das Qualitätsmanagementsystem übernehmen.
  2. Es wird kein Qualitätsmanagementhandbuch mehr gefordert. Auch in der Vorgängerversion war den Unternehmen freigestellt, in welcher Art und Weise das Qualitätsmanagementhandbuch geführt wird, allerdings war dies explizit gefordert. In der ISO 9001:2015 ist dies nicht mehr der Fall.
  3. 6 Pflichtverfahrensanweisungen sind entfallen. Während es in der Vorgängerversion noch die Forderungen nach 6 bestimmten Verfahrensanweisungen gab, ist es den Unternehmen zwischenzeitlich freigestellt, welche Verfahren bzw. Prozesse relevant sind. Allerdings gibt es weiter an einigen Stellen die explizite Forderung, dass dokumentierte Informationen entweder als Vorgabedokumente oder als Nachweisdokumente zu führen sind. Einen Überblick über die entsprechenden Stellen finden Sie dafür hier.

 

Weitere Informationen zur ISO 9001 Zertifizierung (zum Beispiel zum Ablauf einer ISO 9001 Zertifizierung) finden Sie hier.

Wenn Sie den Weg zur ISO 9001 Zertifizierung mit einem Berater gehen möchten, dann sind wir vielleicht der richtige Ansprechpartner für Sie. Auf dieser Unterseite finden Sie unser Angebot im Bereich der Qualitätsmanagement/ISO 9001-Beratung. Sprechen Sie uns gerne an!

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