7. Unterstützung

Das Kapitel 7. Unterstützung der ISO 9001:2015 unterteilt sich weiter in folgende Unterkapitel:

  • Ressourcen
    • Personen
    • Infrastruktur
    • Prozessumgebung
    • Ressourcen zur Überwachung und Messung (inkl. Messtechnische Rückführbarkeit)
  • Wissen der Organisation
  • Kompetenz
  • Bewusstsein
  • Kommunikation
  • Dokumentierte Information
    • Erstellen und Aktualisieren
    • Lenkung dokumentierter Information

Ressourcen

Im Bereich der Ressourcen unterteilt die ISO 9001 in Personen (personelle Ressourcen), Infrastruktur, Prozessumgebung (Arbeitsumgebung) und Ressourcen zur Überwachung und Messung (Prüf- und Messmittel im weitesten Sinne).

Personen

Das Unternehmen muss die Personen bestimmen und bereitstellen, die für den Geschäftsbetrieb notwendig sind. An dieser Stelle geht es dann nur um die reine Verfügbarkeit bzw. Anzahl der Personen. Zum Beispiel die benötigte Kompetenz wird nochmal an anderer Stelle (in diesem Kapitel) zum Thema gemacht.

Infrastruktur

Beim Faktor „Infrastruktur“ handelt es sich um einen sehr individuellen Bereich. Aufgabe des Unternehmens ist es, die benötigte Infrastruktur (also beispielsweise Gebäude, Maschinen, Soft- und Hardware und Kommunikationsmittel bzw. -technik etc.) zu ermitteln, zur Verfügung zu stellen sowie aufrechtzuerhalten.

Prozessumgebung

Das Wording der ISO 9001:2008 mit Arbeitsumgebung gefiel mir persönlich deutlich besser. Es ging bzw. geht um das Zuführen von positiven und das Abführen von negativen Einflüssen - also zum Beispiel Wärme, Kälte, Licht, Abgase etc.. Diese physikalischen Faktoren wurden in der ISO 9001:2015 dann um soziale Faktoren (zum Beispiel diskriminierungsfrei) und psychologische Faktoren (beispielsweise Schutz vor Burnout erweitert. Und im Zuge dieser Erweiterung kam dann die Umbenennung in Prozessumgebung. Und genau diese Prozessumgebung muss das Unternehmen bestimmen und bereitstellen.

Ressourcen zur Überwachung und Messung (inkl. Messtechnische Rückführbarkeit)

Auch hier muss das Unternehmen die Ressourcen zur Überwachung und Messung im ersten Step bestimmen, um diese dann bereitzustellen. Zusätzlich muss sichergestellt werden, dass die Überwachungs- und Messmittel für die Art der Tätigkeiten geeignet sind und natürlich auch, dass diese aufrechterhalten werden. Hier geht es dann aber bei der Aufrechterhaltung nicht wie im Bereich der Infrastruktur in erster Linie um Wartung (von zum Beispiel Maschinen), sondern eher um zum Beispiel den sorgsamen Umgang mit den Prüf- und Messmitteln sowie die regelmäßige Kalibrierung oder Eichung. Auf dieses Thema wird dann im entsprechenden Unterkapitel "Messtechnische Rückführbarkeit" eingegangen.

Wissen der Organisation

Das benötigte Wissen muss bestimmt, zur Verfügung gestellt und aufrechterhalten werden. Dabei müssen ebenfalls folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Umgang mit sich ändernden Erfordnissen und Entwicklungstendenzen
  • Erlangung und Zugriff auf Zusatzwissen und erforderliche Aktualisierungen

Um jetzt hier nicht näher darauf einzugehen - vor geraumer Zeit habe ich einen Blogbeitrag zum Unterschied zwischen Kompetenz des Mitarbeiters und dem Wissen des Unternehmens geschrieben.

Kompetenz

In diesem Unterkapitel wird gefordert, dass das Unternehmen sicherstellen muss, dass die Mitarbeiter über die benötigte Kompetenz verfügen. Es wird aber auch direkt darauf verwiesen, dass als Grundlage dieser Kompetenz neben Ausbildung oder Schulung auch die Erfahrungen dienen kann. Wo festgestellt wird, dass der Mitarbeiter nicht über die nötige Kompetenz verfügt, muss diese Kompetenz durch geeignete Mittel (zum Beispiel Schulungen, Anleitungen o.ä.) durch den Mitarbeiter erworben werden.

Bewusstsein

Im Bereich Bewusstsein geht die Norm eher allgemein darauf ein, dass den Mitarbeitern folgende Punkte bewusst sein müssen:

  • Qualitätspolitik,
  • Qualitätsziele,
  • ihren persönlichen Beitrag,
  • und die Folgen von Nichterfüllung von Anforderungen.

Kommunikation

Im Bereich der Kommunikation wird gefordert, dass sowohl die interne als auch die externe Kommunikation geregelt wird, einschließlich:

  • Wer,
  • wann,
  • mit wem,
  • worüber und
  • wie kommuniziert.

Dokumentierte Information

Es wird nicht mehr in Dokumente und Aufzeichnungen unterschieden, sondern es ist nur noch von "Dokumentierten Informationen" die Rede. Und in diesem Unterkapitel werden die Anforderung an die Lenkung der dokumentierten Informationen formuliert. An welchen Stellen der Qualitätsmanagementdokumentation dokumentierte Informationen erforderlich sind, habe ich in diesem Blogbeitrag zusammengetragen.

Erstellen und aktualisieren / Lenkung dokumentierter Informationen

Bei den dokumentierten Informationen muss folgendes berücksichtigt werden:

  • Kennzeichnung und Beschreibung
  • Format
  • Überprüfung und Genehmigung (Freigabe)
  • Verfügbarkeit
  • Schutz
  • u.a.

 

Weitere Beiträge zu den anderen Kapiteln der ISO 9001:2015:

4. Kontext der Organisation

5. Führung

6. Planung

8. Betrieb

9. Bewertung der Leistung

10. Verbesserung

 

Sie benötigen noch weitergehende Informationen zur ISO 9001 Zertifizierung? Dann schauen Sie auch gerne auf folgende Seite, auf der wir zahlreiche Informationen zur ISO 9001 Zertifizierung zusammengefasst haben.

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